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Der Film als Text

Bild Sprechertext / O-Töne
Ein Trecker fährt vor dem Bauernhof der Familie Hechtel in Franken. Kühe stehen in langer Reihe im Stall und fressen. Der Futtermischwagen verteilt Futter.

Ein Milchvieh-Ackerbaubetrieb in Franken, vor den Toren Nürnbergs. 100 Milchkühe, Kälber, eigener Futteranbau von Mais und Getreide – sowie ein Hofladen.

 

 

                                                      

Schild Hofladen. Bettina und Michael Hechtel im Hofladen vor ihren Angeboten: Obst, Gemüse, Salami, Honig, Dosenwurst etc.Ein typischer Familienbetrieb. Bettina und Michael Hechtel führen den Hof. Das ist nicht immer einfach. Sie haben Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt eingeladen, sich ein Bild von ihrem Betrieb zu machen.
Die Hechtels begrüßen Bundesminister Christian Schmidt.

O-Ton Christian Schmidt: Grüß Gott, Frau Hechtel!

O-Ton Bettina Hechtel: Hallo, schön, dass Sie da sind. Grüß Gott.

O-Ton Christian Schmidt: Gern.

Hechtel-Produkte im Hofladen.Von hausgemachter Marmelade bis zu fränkischen Wurstsorten stellen die Hechtels eine Vielzahl von regionaltypischen Produkten her.
Frau Hechtel holt ein Glas mit fränkischer Wurst aus dem Kühlschrank und zeigt das Etikett. Ehepaar Hechtel im Gespräch mit Bundesminister Christian Schmidt.

O-Ton Bettina Hechtel: Jetzt habe ich an Sie gleich mal eine Frage. Mit der Kennzeichnung: Bis 2016 müssen wir eine Nährwerttabelle draufbringen. Und das ist für uns ganz schwierig, weil wir kleine Chargen haben. Und wenn man da jedes Mal Untersuchungen macht – das wird so teuer! Da muss ich ein Glas ja mindestens, sagen wir, 50 Cent teurer machen. Und ob das dann die Leute noch so annehmen, ist fraglich.

O-Ton Christian Schmidt: Wir haben über das Thema auch in Brüssel geredet. Und ich muss sagen, ich bin sehr dafür, dass der Verbraucher informiert ist.

O-Ton Bettina Hechtel:  Genau, das wollen wir auch.

O-Ton Christian Schmidt: Aber wir wollen den Verbraucher auch nicht erschlagen. Wir können nicht, wenn wir kleine Ökobetriebe haben, genauso kleine konventionelle, die auf solch eine Litanei von Information verpflichten, dass sie das nicht mehr leisten können. Denn sonst würde der eine oder andere sagen: dann mache ich halt nicht mehr weiter.

Wir müssen schon wissen, dass gute Qualität auch ihren Preis hat.

O-Ton Bettina Hechtel: Wir kalkulieren halt so, dass es für uns passt und für den Verbraucher soll es auch passen. Wir wollen das nicht überteuern, aber wir wollen unsere Arbeitszeit auch bezahlt haben.

Und dann müssen wir natürlich auch die Kontrollen und was noch so dazu kommt, das müssen wir auch noch berücksichtigen. Das können wir nicht schultern sondern das müssen wir auch umlegen.

O-Ton Christian Schmidt: Jeden Wunsch erfüllen, das werden wir nicht können. Aber ihr müsst schon schauen, dass ihr kalkulieren könnt und dass ihr eine Planbarkeit habt.

Ehepaar Hechtel und ihre zwei erwachsenen Söhne treten mit Bundesminister Christian Schmidt aus dem Hofladen heraus. Sie gehen vorbei an einem kleinen Stall mit Mastbullen. Am Feldrand grüßen sie eine spazierengehende Familie.O-Ton Christian Schmidt: Ganz klar: Wir brauchen für die gute Produktion von Lebensmitteln auch gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Und wer gesunde Lebensmittel haben möchte – das wollen wir alle – der muss wissen, dass das etwas kostet.
Familie Hechtel gehen mit Bundesminister Christian Schmidt einen Feldrand ab.Der Trend zu Billigpreisen bei Lebensmitteln ist ein großes Risiko für Landwirte. Die Hechtels glauben aber an die Zukunft ihres Betriebes.
Familie Hechtel und Bundesminister Christian Schmidt im Gespräch am Feldrand.O-Ton Christian Schmidt: Wir haben ja das Jahr des Familienbetriebes: „Family Farming“. Übrigens, 9 von 10 Betrieben weltweit sind Familienbetriebe. Das heißt: verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen. Wo Familienbetriebe sind, ist Vernunft zu Hause.
Familie Hechtel führen Bundesminister Christian Schmidt durch den Kuhstall bis zur Güllegrube.

Gesunde Tiere und eine verantwortungsvolle Haltung bedeuten viel Arbeit und Pflege.

Besonders die Gülle wollen die Hechtels noch besser nutzen. Sie dürfen nur begrenzte Mengen davon als Dünger auf ihre Felder ausbringen. Eine Biogasanlage könnte den Überschuss zu Strom und Wärme verarbeiten. Doch die Investition rechnet sich nur, wenn die Förderungen erhalten bleiben, meint Landwirt Michael Hechtel.

Familie Hechtel und Bundesminister Christian Schmidt sprechen miteinander am Rande der Güllegrube.

O-Ton Michael Hechtel: Wir wollen unsere Gülle verwerten. Und wir brauchen auch die Wärme für Wohnhäuser. Dann war der Gedanke da für eine 75KW-Anlage mit mindestens 80Prozent Gülle, das haben wir ja, und etwas Mais, da reden wir von sechs bis acht Hektar Mais.

O-Ton Christian Schmidt: Das ist eine Wirtschaftlichkeitsüberlegung. Ursprünglich war der Gedanke, dass überhaupt nichts mehr gefördert wird. Aber eines hat der Schmidt geschafft: Dass die 75KW-Anlagen mit 80 Prozent Gülle und Abfallstoffen so wie bisher gebaut werden können und sogar gebaut werden sollen. Weil wir gerade in dem Bereich die Möglichkeit sehen, das Gute mit dem Nützlichen zu verbinden. Das war ein Stück Arbeit, aber das haben wir geschafft.

Kühe und Kälbchen im Stall. Blick über Hof und Felder.Die Hechtels wollen ihren Familienbetrieb in weiterer Generation weiterführen. Denn für sie heißt Landwirtschaft, Verantwortung zu übernehmen: für das Land, seine Menschen und die Natur.
Familie Hechtel verabschiedet Bundesminister Christian Schmidt.

O-Ton Christian Schmidt: Vielen Dank, bis zum nächsten Mal.

O-Ton Bettina und Michael Hechtel: Danke und auf Wiedersehen.

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